Wie Polizeichef Khalid Abu Bakar mitteilte, haben seine Beamten 139 Grabstätten mutmaßlicher Flüchtlinge an der Grenze zu Thailand ausgemacht. Noch sei unklar, wie viele Leichen dort verscharrt worden seien, sagte er am Montag auf einer Pressekonferenz. Zudem hätten seine Kollegen 28 von Menschenhändlern betriebene Lager entdeckt. Dutzende Verdächtige seien verhaftet worden.
Bereits am Tag zuvor hatten malaysische Medien über den Fund von Massengräbern im Bundesstaat Perlis berichtet. Die Behörden vermuten, dass es sich bei den Toten um muslimische Rohingya aus Myanmar sowie um Flüchtlinge aus Bangladesch handeln könnte. Nach einem Bericht der Zeitung "The Star" vom Sonntag zeigte sich Innenminister Ahmad Zahid Hamidi "schockiert". Bislang hatte Malaysias Regierung geleugnet, dass Menschenhandel im eigenen Land existiert.
Malaysias Polizei bestätigt Fund von 139 Gräbern mutmaßlicher Flüchtlinge
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Malaysias Polizei hat sich erstmals zu den im Norden des Landes entdeckten Massengräbern geäußert.
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